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PROFESSOR BERNHARDI 

Arthur Schnitzler

"PROFESSOR BERNHARDI"
Komödie in fünf Akten (1912)

Dr.Bernhardi, Prof.f.interne Medizin, Direktor Peter Matić
Dr.Ebenwald, Prof.f.Chirurgie u.Vizedirektor Herbert Föttinger
Dr.Cyprian, Prof.f.Nervenkrankheiten Urs Hefti
Dr.Pflugfelder, Prof.f.Augenkrankheiten Rudolf Melichar
Dr.Filitz, Prof.f.Frauenkrankheiten Bernd Birkhahn
Dr.Tugendvetter, Prof.f.Hautkrankheiten Rainer Frieb
Dr.Löwenstein, Doz.f.Kinderkrankheiten Alexander Lhotzky
Dr.Schreimann, Doz.f.Halskrankheiten Eduard Wildner
Dr.Adler, Doz.f.pathologische Anatomie Christoph Gareiszen
Dr.Oskar Bernhardi, Assistent v.Bernhardi Paul Matić
Dr.Kurt Pflugfelder, Assistent v.Bernhardi Marcello De Nardo
Dr.Wenger, Assistent Tugendvetters Wolfgang Pampel
Hochroitzpointner, Kandidat d.Medizin Jürgen Maurer
Schwester Ludmilla, Krankenschwester Karin Lischka
Prof.Dr.Flint, Unterrichtsminister Dietrich Mattausch
HR Dr.Winkler, im Unterrichtsministerium Hannes Gastinger
Franz Reder, Pfarrer Günter Franzmeier
Dr.Goldenthal, Verteidiger Thaddäus Podgorsky
Kulka, ein Journalist Josef Romstorfer

Die Handlung spielt in Wien um 1900

Regie: Beverly Blankenship
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Birgit Hutter
Licht: John Lloyd Davies
Musik: Peter Kaizar

PREMIERE, Freitag, 11. Juli 2003, 19.30 Uhr
THEATER REICHENAU

Weitere Vorstellungen: siehe Spielplan

Professor Bernhardi
Professor Bernhardi ist verdienstvoller Arzt und Direktor einer Privatklinik in Wien. Die Mitglieder der Ärzteschaft repräsentieren einen Querschnitt des intellektuellen Großbürgertums mit den Spannungen zwischen den beiden ideologischen Lagern der christlich-sozialen, jüdischen und deutsch-nationalen Gruppen, die besonders zum Tragen kommt, wenn eine Neu-Besetzung von leitenden Posten ansteht.

Anlass für die Affäre um Bernhardi ist seine Weigerung, den katholischen Priester zu einer Sterbenden vorzulassen, die sich in einem Zustand letzter Euphorie befindet und nicht mit ihrem Tod, sondern baldiger Genesung rechnet. Aus diesem Traum will sie Bernhardi durch das Erscheinen des Priesters nicht mehr zur furchtbaren Wirklichkeit erwachen lassen.

Prozess, Interpellation im Parlament, Suspendierung, Gefängnis, Rehabilitierung sind die Stationen Bernhardis in diesem spannenden Spiel, das Schnitzler mit ironischer Überlegenheit als eine Komödie der "selbstlosen Gemeinheit" entlarvt.